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EcoAustria News

EcoAustria auf dem dritten Economics of Media Bias Workshop

(14.02.2018) Der dritte Economics of Media Bias Workshop findet heuer vom 15. bis 16. Februar 2018 an der Universität Köln statt. EcoAustria Direktor Tobias Thomas wird dort neue Forschungsergebnisse zur Rolle der Medien in der Demokratie vorstellen. Auf der Konferenz werden zudem unter anderem Ruben Durante, Sciences Po and Universitat Pompeu Fabra (Spanien), James M. Snyder, Harvard University (USA) und Maiting Zhuang, Paris School of Economics (France) weitere Forschungsbeiträge zur Medienberichterstattung im politischen und wirtschaftlichen Kontext präsentieren. 

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte internationale Forschungsnetzwerk Economics of Media Bias Network verbindet Wirtschaftswissenschaftler, die weltweit zum Einfluss der Medienberichterstattung im wirtschaftlichen und politischen Kontext forschen. 

Das Programm zur Konferenz: Economics of Media Bias Workshop 2018

EcoAustria Research Paper No. 6: The Political Coverage Index and its Application to Government Capture

Gesamteffekt der Migration auf den Staatshaushalt positiv

(29.12.2017) Die Migration nach Österreich hat einen positiven Einfluss auf die Beschäftigung, die Investitionen und das Wirtschaftswachstum. „Durch die Zuwanderung fällt das Bruttoinlandsprodukt um einiges höher aus, als es ohne Migration der Fall wäre“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Das gestiegene Angebot an Arbeitskräften kann allerdings kurzfristig auch zu einer gewissen Lohndämpfung und einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit insbesondere unter Geringqualifizierten führen. „Die Höhe der wirtschaftlichen und fiskalischen Effekte der Zuwanderung hängt entscheidend von der Qualifikationsstruktur und der Arbeitsmarktintegration ab“, erläutert Thomas. Wie die Auswirkungen auf die öffentlichen Einnahmen und Ausgaben im Detail aussehen, zeigt eine heute veröffentlichte Analyse auf Basis des Makromodells PuMA von EcoAustria.

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Integration lässt negative Budgetfolgen durch Asyl sinken

(13.12.2017) Von 2013 bis 2016 wurden in Österreich 172.000 Asylanträge gestellt. Die Fluchtmigration hat erhebliche ökonomische und fiskalische Auswirkungen. „Asyl ist primär unter humanitären und nicht unter ökonomischen Gesichtspunkten zu sehen“, betont Johannes Berger, Leiter des Forschungsbereichs Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung bei EcoAustria. „Dennoch müssen die wirtschaftlichen und fiskalischen Effekte von Beginn an mitgedacht werden.“ So erhöht die Zuwanderung von Flüchtlingen das Arbeitsangebot, führt zu zusätzlichem privaten Konsum und Investitionen und lässt das BIP steigen. Die Analyse auf Basis des Makromodells PuMA von EcoAustria zeigt allerdings auch, dass die Bevölkerung stärker zunimmt und somit das BIP pro Kopf gedämpft wird. Die Beschäftigung wird höher ausfallen, als es ohne Fluchtmigration der Fall wäre.

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Fehlender Mut kein Grund für Reformstau

(25.10.2017) Strukturreformen bilden die Basis für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand und damit auch für die langfristige Finanzierung des Sozialstaats. Allerdings finden solche Reformen selten frühzeitig und oft nur in geringem Umfang statt. Das Forschungsfeld der Neuen Politischen Ökonomie untersucht systematisch die Treiber und Hürden von Strukturreformen. „Häufig werden Reformen erst dann angestoßen, wenn eine Krise bereits voll im Gange ist“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. „Hierauf zu warten ist aber nicht nötig und auch nicht sinnvoll. Hinweise auf wirksame Reformen können auch gewonnen werden, wenn man offen Ausschau hält, welche Politikmaßnahmen anderswo zu guten Ergebnissen geführt haben. Das kann im internationalen Vergleich geschehen oder auch zwischen den Bundesländern im Föderalismus“, so Thomas. Als Hürden für Reformen werden in wissenschaftlichen Studien oftmals Unsicherheit über die Gewinner und Verlierer einer Reform sowie Zermürbungskriege zwischen Interessengruppen genannt. Die Reformdebatte sollte daher auf Basis empirischer Fakten und auf einem starken wissenschaftlichen Fundament erfolgen. 

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Mitarbeiternachwuchs bei EcoAustria

(19.10.2017) Der Ökonom Wolfgang Schwarzbauer verstärkt das Team des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. „Wir sind froh mit Wolfgang Schwarzbauer einen ausgewiesenen Experten gewonnen zu haben, der über langjährige Erfahrung in der Bewertung von Infrastruktur-, Technologie- und Wettbewerbspolitik sowie in der Modellierung ökonometrischer Schätzverfahren verfügt“, sagt Tobias Thomas, seit Jahresbeginn Direktor von EcoAustria. Schwarzbauer startete seiner Karriere als Wirtschaftswissenschafter am Institut für Höhere Studien, wo er von 2011 bis 2013 die Abteilung Ökonomie und Finanzwirtschaft leitete. Schwarzbauer, der zuletzt Senior Manager der Stabsstelle Research der Oesterreichischen Kontrollbank war, schaut gespannt in die Zukunft: „Bei EcoAustria kann ich meine Kompetenzen in den Bereichen regionale und internationale Wirtschaft sowie Innovation und Wettbewerb voll einbringen. Dabei ist es mir ein Anliegen, die Themen verständlich und transparent aufzuarbeiten und so auch einen wesentlichen Beitrag für die öffentliche Debatte zu leisten“, betont Schwarzbauer.

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Ausgabenbremse für Abgabenquotensenkung nutzen

(13.10.2017) Österreich weist eine sehr hohe Abgabenquote auf. Auch nach der jüngsten Revision von Statistik Austria liegt sie mit 42,9% deutlich über dem Durchschnitt der EU28 oder der Eurozone. Das belastet Haushalte und Unternehmen. „Eine Absenkung der Abgabenquote kann dann erreicht werden, wenn die öffentlichen Ausgaben langsamer als das BIP wachsen. In der Folge sinkt die Ausgabenquote und so ergeben sich Potenziale zur Abgabenquotensenkung“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Eine inflationsgekoppelte Ausgabenbremse ab dem Jahr 2018 würde bedeuten, dass die Staatsausgaben weiterhin von etwa 189 Mrd. Euro in 2017 auf über 206 Mrd. Euro in 2022 zulegen können. Berücksichtigt man aktuelle BIP-Wachstums- und Inflationsprognosen, ergäbe sich dennoch ein Potenzial zur Reduktion der Abgabenquote von 42,9% um 4,0 Prozentpunkte auf 38,9% im Jahr 2022.

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Bei den Ausgaben Champions League, bei den Leistungen im Mittelfeld

(05.10.2017) Die Abgabenquote liegt in Österreich mit 43,4% deutlich über dem Durchschnitt der EU28 oder der Eurozone. Das belastet die Konsummöglichkeiten der privaten Haushalte und die Unternehmen im internationalen Wettbewerb. „Österreich hat weniger ein Einnahmen-, sondern vielmehr ein Ausgabenproblem. Viele Länder in der EU erreichen mit deutlich weniger Aufwendungen das Leistungsniveau Österreichs oder übertreffen es sogar“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Das gilt etwa für die Qualität der öffentlichen Verwaltung, den Bildungsbereich oder den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Kaufkraftbereinigt gibt Österreich z.B. im Verwaltungsbereich 824 Euro pro Kopf und Jahr aus. In Dänemark sind es 536 Euro und in den Niederlanden sogar nur 479 Euro. Beide Länder erreichen jedoch im World Governance-Index der Weltbank bei der Verwaltungsqualität bessere Werte.

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Mehr Wachstum und Beschäftigung durch Senkung der Abgabenquote

(29.09.2017) Die hohe Abgabenquote in Österreich von 43,4% schränkt den Konsum privater Haushalte ein und nimmt den Unternehmen Mittel für Investitionen. „Eine spürbare Abgabenquotensenkung würde wie ein Wachstumsturbo für Österreich wirken. Investitionen, Beschäftigung und der Konsum privater Haushalte würden deutlich ansteigen und die Arbeitslosigkeit spürbar sinken“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Für die Simulation mit dem allgemeinen Gleichgewichtsmodell PuMA von EcoAustria wurden die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Lohnnebenkosten entsprechend ihrer derzeitigen Aufkommen schrittweise bis 2022 auf eine Abgabenquote von insgesamt 40% gesenkt. Bis dahin würden in der Folge die Investitionen um 3,6% und das Bruttoinlandsprodukt um 1,7% höher ausfallen als es ohne die Abgabensenkung der Fall wäre. Die Netto-Löhne würden um 5,2% und der private Konsum um 4,0% zulegen. Die Arbeitslosenquote würde um 0,6 Prozentpunkte sinken.

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Einkommensungleichheit: Entwicklung und Wahrnehmung

(01.09.2017) In der öffentlichen und politischen Debatte spielen Einkommensverteilung und Ungleichheit eine hervorgehobene Rolle. Dabei werden die Einkommensunterschiede oftmals als zu groß und stetig wachsend dargestellt. Ein Blick in die statistischen Daten zeigt hingegen, dass die Einkommensverteilung in Österreich wie auch in Deutschland in den letzten Jahren weitgehend konstant geblieben ist. Zudem wirkt die staatliche Umverteilung. So liegt der Gini-Koeffizient, das gängige Maß für die Einkommensverteilung, in beiden Ländern nach Steuern und Sozialtransfers deutlich unter dem Wert vor Steuern und Sozialtransfers. Auch wenn man andere Maße der Einkommensverteilungsmessung anlegt, bestätigt sich das Bild einer in den letzten zehn Jahren weitgehend konstanten und in der Tendenz sogar leicht rückläufigen Ungleichheit. „Das Umverteilungssystem in Österreich funktioniert“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungs-instituts EcoAustria. „Im internationalen Vergleich reduzieren Steuern und Transfers die Ungleichheit ganz erheblich“, so Thomas.

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Mindestlohn – Beschäftigungsbremse ohne Konsumwirkung

(05.07.2017) Am 30. Juni 2017 haben sich die Sozialpartner auf einen flächendeckenden Mindestlohn in Österreich von 1.500 Euro pro Monat geeinigt und sind damit der Vorgabe der Bundesregierung aus dem Frühjahr gefolgt. Im Jahr 2020 ist eine Evaluierung vorgesehen, in welchen Branchen die Einigung umgesetzt wurde. „Der beschlossene Mindestlohn ist der zweithöchste Europas – lediglich in Luxemburg ist er noch höher. Mit umgerechnet 10,12 Euro pro Stunde liegt er 14,5 Prozent über dem, was im Nachbarland Deutschland gilt“, erläutert Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Der Mindestlohn wirkt wie eine Beschäftigungs- und Investitionsbremse. „Würde er 2018 eingeführt, fielen die Investitionen gegenüber einer Situation ohne flächendeckenden Mindestlohn um 0,4 Prozent geringer aus und die Beschäftigung würde um etwa 6.000 ArbeitnehmerInnen reduziert. Die Arbeitslosenquote würde insbesondere unter den Geringqualifizierten steigen. Hier würde sie um 0,8 Prozentpunkte höher liegen“, sagt Thomas. 

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Wertschöpfungsabgabe – ein Schuss, der nach hinten losgeht

(28.06.2017) Österreich weist im internationalen Vergleich eine hohe Abgabenquote auf. Im Jahr 2016 betrug diese 43,4 % des BIP. „Die hohe Abgabenlast ist eine schwere Bürde für Österreich im internationalen Wettbewerb“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Neben der Höhe spielt aber auch die Struktur der Abgaben eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwickung. Im diesem Zusammenhang wird in der politischen Diskussion eine Umschichtung der Finanzierung der sozialen Sicherung von den Lohnnebenkosten hin zu einer Wertschöpfungsabgabe vorgeschlagen. Diese soll nicht nur Löhne und Gehälter belasten, sondern auch Gewinne, Fremdkapitalzinsen etc. Neben der Verteilung der Finanzierungslasten bei der Sozialversicherung wird mit der Wertschöpfungsabgabe die Hoffnung verbunden, dass Arbeit im Vergleich zu Kapital günstiger wird, so dass Impulse für mehr Beschäftigung realisiert werden können.

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