Willkommen auf der
News&Presse-Seite,

Für mehr Informationen über das Institut sowie Bildmaterial kontaktieren Sie bitte Frau Mag. Pauline Oberthaler.
Für Fragen steht Sie Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

 

EcoAustria News

Ausgabenbremse für Abgabenquotensenkung nutzen

(13.10.2017) Österreich weist eine sehr hohe Abgabenquote auf. Auch nach der jüngsten Revision von Statistik Austria liegt sie mit 42,9% deutlich über dem Durchschnitt der EU28 oder der Eurozone. Das belastet Haushalte und Unternehmen. „Eine Absenkung der Abgabenquote kann dann erreicht werden, wenn die öffentlichen Ausgaben langsamer als das BIP wachsen. In der Folge sinkt die Ausgabenquote und so ergeben sich Potenziale zur Abgabenquotensenkung“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Eine inflationsgekoppelte Ausgabenbremse ab dem Jahr 2018 würde bedeuten, dass die Staatsausgaben weiterhin von etwa 189 Mrd. Euro in 2017 auf über 206 Mrd. Euro in 2022 zulegen können. Berücksichtigt man aktuelle BIP-Wachstums- und Inflationsprognosen, ergäbe sich dennoch ein Potenzial zur Reduktion der Abgabenquote von 42,9% um 4,0 Prozentpunkte auf 38,9% im Jahr 2022.

Weiterlesen: Ausgabenbremse für Abgabenquotensenkung nutzen

Bei den Ausgaben Champions League, bei den Leistungen im Mittelfeld

(05.10.2017) Die Abgabenquote liegt in Österreich mit 43,4% deutlich über dem Durchschnitt der EU28 oder der Eurozone. Das belastet die Konsummöglichkeiten der privaten Haushalte und die Unternehmen im internationalen Wettbewerb. „Österreich hat weniger ein Einnahmen-, sondern vielmehr ein Ausgabenproblem. Viele Länder in der EU erreichen mit deutlich weniger Aufwendungen das Leistungsniveau Österreichs oder übertreffen es sogar“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Das gilt etwa für die Qualität der öffentlichen Verwaltung, den Bildungsbereich oder den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Kaufkraftbereinigt gibt Österreich z.B. im Verwaltungsbereich 824 Euro pro Kopf und Jahr aus. In Dänemark sind es 536 Euro und in den Niederlanden sogar nur 479 Euro. Beide Länder erreichen jedoch im World Governance-Index der Weltbank bei der Verwaltungsqualität bessere Werte.

Weiterlesen: Bei den Ausgaben Champions League, bei den Leistungen im Mittelfeld

Mehr Wachstum und Beschäftigung durch Senkung der Abgabenquote

(29.09.2017) Die hohe Abgabenquote in Österreich von 43,4% schränkt den Konsum privater Haushalte ein und nimmt den Unternehmen Mittel für Investitionen. „Eine spürbare Abgabenquotensenkung würde wie ein Wachstumsturbo für Österreich wirken. Investitionen, Beschäftigung und der Konsum privater Haushalte würden deutlich ansteigen und die Arbeitslosigkeit spürbar sinken“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Für die Simulation mit dem allgemeinen Gleichgewichtsmodell PuMA von EcoAustria wurden die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Lohnnebenkosten entsprechend ihrer derzeitigen Aufkommen schrittweise bis 2022 auf eine Abgabenquote von insgesamt 40% gesenkt. Bis dahin würden in der Folge die Investitionen um 3,6% und das Bruttoinlandsprodukt um 1,7% höher ausfallen als es ohne die Abgabensenkung der Fall wäre. Die Netto-Löhne würden um 5,2% und der private Konsum um 4,0% zulegen. Die Arbeitslosenquote würde um 0,6 Prozentpunkte sinken.

Weiterlesen: Mehr Wachstum und Beschäftigung durch Senkung der Abgabenquote

Einkommensungleichheit: Entwicklung und Wahrnehmung

(01.09.2017) In der öffentlichen und politischen Debatte spielen Einkommensverteilung und Ungleichheit eine hervorgehobene Rolle. Dabei werden die Einkommensunterschiede oftmals als zu groß und stetig wachsend dargestellt. Ein Blick in die statistischen Daten zeigt hingegen, dass die Einkommensverteilung in Österreich wie auch in Deutschland in den letzten Jahren weitgehend konstant geblieben ist. Zudem wirkt die staatliche Umverteilung. So liegt der Gini-Koeffizient, das gängige Maß für die Einkommensverteilung, in beiden Ländern nach Steuern und Sozialtransfers deutlich unter dem Wert vor Steuern und Sozialtransfers. Auch wenn man andere Maße der Einkommensverteilungsmessung anlegt, bestätigt sich das Bild einer in den letzten zehn Jahren weitgehend konstanten und in der Tendenz sogar leicht rückläufigen Ungleichheit. „Das Umverteilungssystem in Österreich funktioniert“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungs-instituts EcoAustria. „Im internationalen Vergleich reduzieren Steuern und Transfers die Ungleichheit ganz erheblich“, so Thomas.

Weiterlesen: Einkommensungleichheit: Entwicklung und Wahrnehmung

Mindestlohn – Beschäftigungsbremse ohne Konsumwirkung

(05.07.2017) Am 30. Juni 2017 haben sich die Sozialpartner auf einen flächendeckenden Mindestlohn in Österreich von 1.500 Euro pro Monat geeinigt und sind damit der Vorgabe der Bundesregierung aus dem Frühjahr gefolgt. Im Jahr 2020 ist eine Evaluierung vorgesehen, in welchen Branchen die Einigung umgesetzt wurde. „Der beschlossene Mindestlohn ist der zweithöchste Europas – lediglich in Luxemburg ist er noch höher. Mit umgerechnet 10,12 Euro pro Stunde liegt er 14,5 Prozent über dem, was im Nachbarland Deutschland gilt“, erläutert Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Der Mindestlohn wirkt wie eine Beschäftigungs- und Investitionsbremse. „Würde er 2018 eingeführt, fielen die Investitionen gegenüber einer Situation ohne flächendeckenden Mindestlohn um 0,4 Prozent geringer aus und die Beschäftigung würde um etwa 6.000 ArbeitnehmerInnen reduziert. Die Arbeitslosenquote würde insbesondere unter den Geringqualifizierten steigen. Hier würde sie um 0,8 Prozentpunkte höher liegen“, sagt Thomas. 

Weiterlesen: Mindestlohn – Beschäftigungsbremse ohne Konsumwirkung

Wertschöpfungsabgabe – ein Schuss, der nach hinten losgeht

(28.06.2017) Österreich weist im internationalen Vergleich eine hohe Abgabenquote auf. Im Jahr 2016 betrug diese 43,4 % des BIP. „Die hohe Abgabenlast ist eine schwere Bürde für Österreich im internationalen Wettbewerb“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Neben der Höhe spielt aber auch die Struktur der Abgaben eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwickung. Im diesem Zusammenhang wird in der politischen Diskussion eine Umschichtung der Finanzierung der sozialen Sicherung von den Lohnnebenkosten hin zu einer Wertschöpfungsabgabe vorgeschlagen. Diese soll nicht nur Löhne und Gehälter belasten, sondern auch Gewinne, Fremdkapitalzinsen etc. Neben der Verteilung der Finanzierungslasten bei der Sozialversicherung wird mit der Wertschöpfungsabgabe die Hoffnung verbunden, dass Arbeit im Vergleich zu Kapital günstiger wird, so dass Impulse für mehr Beschäftigung realisiert werden können.

Weiterlesen: Wertschöpfungsabgabe – ein Schuss, der nach hinten losgeht

Reformbedarf trotz konjunktureller Erholung

(03.06.2017) Derzeit attestieren Wirtschaftsprognosen Österreich einen konjunkturellen Aufschwung. Diese Entwicklung sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Österreich in den letzten Jahren wirtschaftlich zurückgefallen ist. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen jüngst etwas zurückgegangen – die Trendumkehr findet jedoch auf einem historischen Höchststand statt: Im Mai 2017 waren 318.022 Menschen ohne Arbeit. Exklusive Schulungsteilnehmer sind das zwar 16.367 Personen weniger als im Mai 2016, jedoch 90.933 mehr als im Mai 2010. Seit Mitte der 1970er hat sich die Arbeitslosigkeit mehr als verzehnfacht. „Selbst wenn das Wachstum jetzt wieder Fahrt aufnimmt, sind die Einbußen der letzten Jahre längst nicht aufgeholt. Wäre die österreichische Wirtschaft in den letzten Jahren genauso kräftig gewachsen wie die deutsche, so wären seit 2011 rund 34 Mrd. Euro Bruttoinlandsprodukt mehr erwirtschaftet worden“, sagt Nikolaus Graf, Leiter der Forschungsbereichs Wettbewerbsfähigkeit bei EcoAustria. „Noch deutlicher wird die österreichische Wachstumsschwäche beim BIP pro Kopf. Inflationsbereinigt liegt dieses noch immer auf dem Niveau von 2008 – im 10-Jahresvergleich ist Österreich also kaum vorangekommen“, erläutert Graf.

Weiterlesen: Reformbedarf trotz konjunktureller Erholung

Mehrbelastung der Haushalte durch Kalte Progression beenden

(05.05.2017) Inflation lässt die Löhne nominell steigen und hat Auswirkungen auf die öffentliche und private Nachfrage, die Einkommensverteilung sowie die Zusammensetzung und den Umfang der öffentlichen Budgets. Besonders beträchtlich sind die Wirkungen der Inflation auf die Lohn- und Einkommensteuer. So betrugen im Jahr 2015 die inflationsbedingten Mehreinnahmen gegenüber 2009 etwa 3 Mrd. Euro bzw. 1 Prozent des BIP. „Die Kalte Progression führt zu einer erheblichen Mehrbelastung der Haushalte“, sagt Tobias Thomas, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria.

„Die Mehrbelastung der Haushalte durch die Kalte Progression lässt sich am besten mit einer Indexierung des Steuertarifs und automatischen jährlichen Anpassungen vermeiden“, erläutert Thomas. Dabei sollte die gesamte Lohnsteigerung – inklusive der produktivitätsinduzierten – im Tarifindex berücksichtigt werden. „Auch sollte der gesamte Tarif angepasst werden und nicht nur einzelne Steuerstufen“, so Thomas. Politische gewollte Änderungen der Umverteilungspolitik könnten weiterhin im Prozess der demokratisch legitimierten Willensbildung stattfinden, so das Fazit einer heute veröffentlichten EcoAustria-Policy Note.

10,12 Euro pro Stunde: einer der höchsten Mindestlöhne Europas

(11.04.2017) Ein Mindestlohn von 1.500 Euro brutto im Monat wäre einer der höchsten Mindestlöhne in Europa. „Für einen internationalen Vergleich müssen die Regelungen zum 13. und 14. Gehalt mitberücksichtigt werden, die es in den meisten anderen Ländern nicht gibt. Bezieht man sie in die Rechnung ein, so ergibt sich für Österreich ein Stundenlohn von 10,12 Euro“, erläutert Tobias Thomas, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. „Im europäischen Vergleich nähme der österreichische Mindestlohn damit einen Spitzenrang ein. Der österreichische Mindestlohn läge 1,28 Euro oder 14 Prozent höher als im Nachbarland Deutschland und er wäre sogar höher als in Frankreich, wo der Mindestlohn mit 9,76 Euro im oberen Spektrum liegt. Bezieht man die Lohnnebenkosten mit ein, spreizt sich der Abstand zu den meisten anderen Ländern weiter, denn die Lohnnebenkosten sind in Österreich im internationalen Vergleich sehr hoch - ein Wettbewerbsnachteil für den Wirtschaftsstandort Österreich“, so Thomas.

Weiterlesen: 10,12 Euro pro Stunde: einer der höchsten Mindestlöhne Europas

EcoAustria auf der European Public Choice Society Conference 2017

(10.04.2017) Die Jahrestagung der European Public Choice Society findet heuer vom 19. bis 22. April 2017 in Budapest statt. EcoAustria-Forschungsvorstand Tobias Thomas wird gemeinsam mit Co-Autoren neue Forschungsergebnisse zur Wahrnehmung von Ungleichheit und zur Rolle der Medien in Demokratien vorstellen. Auf der Konferenz werden unter anderem Catherine De Vries, University of Essex, zum Thema Korruption und Gérard Roland, University of California, zum Einfluss von Kultur auf Demokratisierungsprozesse sprechen.

Die European Public Choice Society ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Vereinigungen im Bereich der Neuen Politischen Ökonomie weltweit. Die diesjährige Jahrestagung findet an der Central European University (CEU) in Budapest statt, deren mögliche Schließung derzeit Gegenstand von Prosteten in Ungarn und Europa ist.

Das Programm der Konferenz finden Sie hier: European Public Choice Society 2017 (PDF)

Nachrichen Archiv

Weitere EcoAustria-News finden Sie im Nachrichen Archiv

 
 
 
 

Copyright © 2017 EcoAustria