Gemeinnütziger Wohnbau in Niederösterreich: Ökonomische Effekte
EcoAustria Studie: Gemeinnütziger Wohnbau in Niederösterreich. Ökonomische Effekte und ökonomische Wirkungen unterschiedlicher Ansätze für leistbares Wohnen.
Mag. Dr. Wolfgang Schwarzbauer
Finanz – und Personalvorstand, Leiter des Forschungsbereichs regionale Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft
Gemeinnütziger Wohnbau in Niederösterreich: Ökonomische Effekte und ökonomische Wirkungen unterschiedlicher Ansätze für leistbares Wohnen.
Studie im Auftrag der GBV Landesgruppe NÖ
In einer neuen Studie im Auftrag der GBV Landesgruppe Niederösterreich hat EcoAustria die volkswirtschaftlichen Effekte der Investitionstätigkeit gemeinnütziger Wohnbauvereinigungen (GBV) in Niederösterreich und darüber hinaus analysiert. Im Fokus standen deren Beiträge zu regionaler Wertschöpfung und Beschäftigung, sowohl aktuell als auch in den vergangenen zehn Jahren.
Die Ergebnisse zeigen, dass die GBV eine stabilisierende Rolle für die regionale Wirtschaft einnehmen. Ihre Investitionen lösen jährlich rund 290 Mio. Euro an Wertschöpfung in Niederösterreich aus – das entspricht etwa 0,4 % der gesamten Wirtschaftsleistung des Bundeslandes. Besonders stark profitieren die Bauwirtschaft sowie regional verankerte Gewerbebetriebe.
Zugleich zeigt sich eine deutliche Hebelwirkung: Ein Euro Investition erzeugt rund 0,75 Euro Wertschöpfung in Österreich, davon 0,38 Euro direkt in Niederösterreich. Öffentliche Wohnbauförderung wirkt dabei als wichtiger Impulsgeber – ein Euro Förderung löst Investitionen im mehr als vierfachen Umfang aus und generiert bis zu 1,6 Euro regionale Wertschöpfung.
Auch arbeitsmarktseitig sind die Effekte erheblich. Die Investitionen sichern bzw. schaffen jährlich rund 3.900 Beschäftigungsverhältnisse in Niederösterreich. Ein großer Teil entfällt auf die Bauwirtschaft sowie auf kleinstrukturierte, arbeitsintensive Branchen. Insgesamt unterstreicht die Studie die Bedeutung des gemeinnützigen Wohnbaus als verlässlichen wirtschaftlichen Anker. Durch kontinuierliche Investitionen trägt er insbesondere in konjunkturell schwächeren Phasen zur Stabilisierung von Wertschöpfung und Beschäftigung bei und stärkt die regionale Wirtschaftsstruktur nachhaltig.