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Effekte des ESC 2026 auf die österreichische Wirtschaftsleistung

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Studienbericht - Effekte des ESC 2026 auf die österreichische Wirtschaftsleistung

Person
Autoren:

Prof. Dr. Monika Köppl-Turyna
Direktorin, Forschungsvorstand/ - wissenschaftliche Leiterin

Person

Mag. Dr. Wolfgang Schwarzbauer
Finanz – und Personalvorstand, Leiter des Forschungsbereichs regionale Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft

Der Eurovision Song Contest (ESC) 2026 wird für Österreich nicht nur ein kulturelles Großereignis, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das zeigt eine aktuelle EcoAustria Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus.

Insgesamt ist mit bis zu 88.000 zusätzlichen Besucher:innen zu rechnen, darunter Tourist:innen mit mehrtägigem Aufenthalt, Tagestourist:innen, Journalist:innen und Crewmitglieder. Allein daraus ergibt sich ein Nachfrageimpuls von rund 21 Millionen Euro. Hinzu kommen direkte Veranstaltungsausgaben von rund 36 Millionen Euro. Zusammengefasst beläuft sich der gesamtwirtschaftliche Nachfrageeffekt auf etwa 57 Millionen Euro.

Die daraus resultierenden Effekte auf die Wirtschaftsleistung sind beträchtlich: Laut Analyse entsteht eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von rund 52 Millionen Euro. Etwa vier Fünftel entfallen auf direkte Effekte, ein Fünftel auf indirekte Impulse durch die Verflechtung österreichischer Branchen. Darüber hinaus trägt der ESC zur Sicherung bzw. Schaffung von rund 550 Vollzeitäquivalenten bei. Die damit verbundenen Steuer- und Abgabeneinnahmen werden auf rund 22 Millionen Euro geschätzt.

Besonders profitieren Dienstleistungsbereiche wie Grundstücks- und Wohnungswesen, kreative, künstlerische und unterhaltende Tätigkeiten sowie wirtschaftliche Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen. Auch Gastronomie, Handel und IT-nahe Branchen zeigen spürbare ökonomische Wirkungen.

Den erwarteten Kosten für die öffentliche Hand und den ORF in Höhe von rund 31 Millionen Euro (abzüglich des EBU-Zuschusses) stehen Wertschöpfungseffekte von 52 Millionen Euro gegenüber. Damit ergibt sich ein Multiplikator von 1,7 – jeder eingesetzte Euro generiert somit eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von 1,70 Euro.

Neben diesen quantifizierbaren Effekten ist auch ein erheblicher Werbewert für den Austragungsort zu erwarten. Die Wirtschaftskammer verortet diesen im dreistelligen Millionenbereich. Eine Analyse der European Broadcasting Union zum ESC in Basel 2025 bezifferte den Werbewert zuletzt auf 730 Millionen Euro – ein Indikator für das Potenzial, das auch Österreich 2026 ausschöpfen könnte.