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Research Paper 34: Von der Krise zur Erholung: Wie Wirtschaftsstrukturen die regionale Resilienz prägen

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Research Paper 34: Economic structure shapes resilience

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Autoren:

Mag. Dr. Wolfgang Schwarzbauer
Finanz – und Personalvorstand, Leiter des Forschungsbereichs regionale Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft

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Michael Gillesberger, Sciences Po, Paris School of International Affairs, France
Simon Perschke, University of Vienna, Austria

Wirtschaftliche Krisen wirken sich sehr unterschiedlich auf Regionen aus. Während einige Regionen starke Einbrüche verzeichnen, zeigen andere eine höhere Widerstandsfähigkeit und erholen sich schneller. Die Ursachen dieser Unterschiede sind insbesondere vor dem Hintergrund jüngster globaler Krisen von wachsender Bedeutung.

Diese Studie untersucht, wie verschiedene Formen wirtschaftlicher Diversifikation die Resilienz europäischer Regionen während der globalen Finanzkrise 2008/09 beeinflusst haben. Dabei unterscheiden wir zwischen Branchen-Diversifikation, Exportdiversifikation und der Einbindung in globale Wertschöpfungsketten. So können sowohl interne Wirtschaftsstrukturen als auch externe Handelsverflechtungen berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass Regionen mit einer breiteren Branchen-Basis besser gegen wirtschaftliche Schocks geschützt sind. Eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur und stärkere Verflechtungen entlang der Wertschöpfungsketten tragen dazu bei, negative Auswirkungen abzufedern und Produktionsrückgänge zu begrenzen. Dagegen sind stark spezialisierte Regionen – insbesondere in der Produktion – stärker von Einbrüchen der externen Nachfrage betroffen.

Dieser Stabilisierungsvorteil geht jedoch mit einem Zielkonflikt einher. Diversifikation erleichtert zwar die Abfederung von Krisen, führt aber nicht automatisch zu einer schnelleren Erholung. Vielmehr sind es spezialisierte Regionen – insbesondere geprägt durch industrielle Produktion – sowie eine hohe Innovationsfähigkeit, die eine raschere Anpassung und Erholung erfahren.

Darüber hinaus zeigt die Analyse die Bedeutung räumlicher Verflechtungen. Wirtschaftliche Schocks und Erholungsprozesse verbreiten sich über regionale Produktionsnetzwerke, bleiben jedoch weitgehend innerhalb nationaler Grenzen. Dies unterstreicht die Rolle institutioneller und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene.

Insgesamt weisen die Ergebnisse auf einen grundlegenden Zielkonflikt hin: Diversifikation erhöht die Stabilität in Krisenzeiten, während Spezialisierung eine schnellere Erholung begünstigt. Daraus ergeben sich wichtige Implikationen für die regionale Wirtschaftspolitik, da keine einheitliche Strategie zur Förderung von Resilienz ableitbar ist.