COVID-19 Maßnahmen: Stand der Auszahlungen und internationaler Vergleich

Die COVID-19 Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Durch Lockdowns bzw. gesetzliche Schließungen sowie den dadurch ausgelösten Nachfrageschock entstand die Notwendigkeit umfangreicher staatlicher Unterstützungsmaßnahmen, um Solvenz und Liquidität von Unternehmen und Einkommen privater Haushalte zu sichern, sowie einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern. International haben Regierungen verschiedene Maßnahmen getroffen, die sich unterschiedlich auf die Wirtschaft und die Budgets auswirken. Angesichts der Vielfältigkeit der eingesetzten Instrumente wird in dieser Kurzstudie untersucht, wie die angebotenen Hilfen im internationalen Vergleich aussehen.

Insgesamt gesehen hat Österreich im internationalen Vergleich sehr hohe Unterstützungsmaßnahmen beschlossen, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Unternehmen durch die Krise zu führen. Nach den vorliegenden Auswertungen der Europäischen Kommission wurden hierzulande kumuliert für die Jahre 2020 und 2021 die umfangreichsten Maßnahmen getroffen. Weiters gibt es kein Land in der EU-27, das ein größeres Paket beschlossen hat und in dem gleichzeitig höhere automatische Stabilisatoren wirken als Österreich. Vor dem Hintergrund der relativ strikten Maßnahmen zu Beginn der Pandemie und der neuerlichen Maßnahmen ab November waren dies wichtige Schritte, um die Einkommen und die Liquidität zu stärken und die dazu beitragen, einen möglichst reibungslosen Übergang für die Zeit nach der Krise zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der öffentlichen Verschuldung und der Herausforderungen u.a. im Zusammenhang mit der fortschreitenden Alterung der Gesellschaft und der Bekämpfung des Klimawandels ist jedoch eine konsequente Konsolidierung im Anschluss an die Krise notwendig. Dies stärkt die Nachhaltigkeit und das Vertrauen in die öffentlichen Finanzen und bietet den Spielraum, auch in der Zukunft schlagkräftig auf Krisen zu reagieren.